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Wer am Sonntagabend den Weg in das Bürger- und Gästehaus Schliengen gefunden hat, durfte Zeuge von etwas ganz Besonderem werden. Die Musikschule Markgräflerland lud zum SVA-Konzertvorspiel – und vorab sei gesagt: Es war ein absolut gelungenes Konzert mit durchweg großartigen, leidenschaftlich vorgetragenen Beiträgen!

Dieser Abend unter der organisatorischen Leitung von Giuseppe Porgo (Fachbereichsleiter Holzbläser) hat gezeigt, wie hoch das musikalische Niveau an der Musikschule Markgräflerland ist..

Was steckt hinter der „SVA“?

Für alle, die mit dem Kürzel nicht direkt etwas anfangen können: Die Studienvorbereitende Ausbildung (SVA) ist die Königsklasse der Musikschulförderung. Wer hier aufgenommen wird, meint es ernst. Die Richtlinien für das laufende Jahr verlangen den Jugendlichen alles ab: mindestens 75 Minuten Hauptfach und 30 Minuten Nebenfach pro Woche, dazu harte Arbeit in Musiktheorie, Gehörbildung und im Ensemble. Ein Pensum, das neben der normalen Schule erst einmal gestemmt werden muss! Finanziell greift die Musikschule den Talenten dabei kräftig unter die Arme und übernimmt den Großteil der Gebühren. Dass sich diese Investition in die Zukunft lohnt, war am Sonntag in jeder Note spürbar.

Das Konzert: Ein Streifzug durch Epochen und Emotionen

Den Auftakt machte Maxima Duncker an der Klarinette (Klasse Giuseppe Porgo). Mit dem 2. Satz (Andante) aus Mendelssohns Sonata in Es-Dur bewies sie ein feines Gespür für Romantik und Lyrik.

Danach wechselte die Klangfarbe zu den Blechbläsern: Josefine Stanz (Klasse Karina Schlupf) verzauberte das Publikum am Waldhorn. Schuberts Ave Maria ging unter die Haut, gefolgt von einer rhythmisch eleganten Bourrée aus den Bach-Cellosuiten – ein toller Spagat zwischen Barock und Romantik.

Mit Elinor Hofmann (Klasse Katarzyna Wells-Szczerek) zog der beschwingte französische Flair in den Saal. Ihr Danse Du Sax von G. Martin war voller Energie und Leichtigkeit.

Der Trompeter Justus Mueller (Klasse Wolfgang Wetzel) nutzte dieses Konzert auch als Generalprobe für seine Teilnahme an dem Jugendwertungsspiel am nächsten Wochenende. Ob der russische Vorwärtsdrang in Schelokovs Kinderkonzert, die skandinavische Melancholie in Griegs Im Balladentone oder das quirlige Wohin? von Schubert – Justus zeigte eine enorme stilistische Bandbreite und geht gut vorbereitet zum Wertungsspiel. wir wünschen ihm viel Erfolg.

Klarinetten-Virtuosität und Saxophon-Power

Lara Wölfle (Klasse Katarzyna Wells-Szczerek) bot mit Cavallinis Adagio e Tarantella eine tolle Leistung. Von feinsten, getragenen Tönen bis hin zu rasanten, feurigen Klarinetten-Läufen war hier alles dabei.

Danach wurde es kammermusikalisch: Juliane Schmid (Sopransaxophon) (ebenfalls Klasse Wells-Szczerek) glänzte beim anspruchsvollen Duo Pour Saxophones von J.N. Savari gemeinsam mit ihrer Lehrerin (Altsaxophon) mit technischer Präzision und toller Dynamik.

Einen tollen Schlusspunkt setzte Lucie Spahlholz (Klasse Giuseppe Porgo) an der Klarinette. Mit den Sätzen 1 und 2 der Fantasiestücke von Nude Gade und dem Fantasiestück in g-Moll von Carl Nielsen bewies sie skandinavische Tiefe und eine reife Tongestaltung.

Ein ganz besonderes Lob gebührt an dieser Stelle Andrii Stepanenko. Als Klavierbegleiter war er der Fels in der Brandung für die Schüler*innen. Er begleitete nicht nur, er atmete und gestaltete mit den Solisten auf Augenhöhe.

 

Julius Heck

Hi, Ich bin Julius, der neue FSJ'ler an der Musikschule. Ich freue mich auf die Dinge von denen ich berichten und erleben darf.

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